Leon C. (U18) und Irfan A. (U17), beides aktive Jugendspieler der SG QUELLE, gestalteten die Corona-Pause aktiv und nutzten den Freiraum im Sommer für einen jetzt zertifizierten Blick vom Spielfeldrand.

Im Rahmen eines Schulprojekts konnten die beiden Nachwuchsfußballer noch vor den Sommerferien eine Ausbildung zum DFB-Junior-Coach absolvieren und diese mit Erfolg abschließen. Diese Schulungsmaßnahme ist als Einstieg in die lizensierte Trainertätigkeit gedacht und eine noch junge Säule innerhalb der Qualifizierungsoffensive des Deutschen Fußball-Bundes. Fußballbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren werden in einer kostenlosen 40-stündigen Schulung, direkt an ihrer Heimatschule - hier Hans-Böckler-Realschule in Fürth - zum DFB-JUNIOR-COACH ausgebildet. Wir haben uns mit den beiden Absolventen zusammengesetzt und uns über dieses Projekt unterhalten.

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Irfan A. (U17) und Leon C. (U18) 


Erstmal Glückwunsch an euch beide zu diesem Erfolg! Wie seid Ihr auf das Projekt gestoßen?“

IA: "Am Schuljahresende müssen wir immer ein Praktikum machen oder an Projekttagen in unserer Schule teilnehmen. Dieses Jahr war auch "Junior-Coach" angeboten! Da habe ich mich sofort angemeldet!"

„Wie waren die Projekttage Fußball-Coach gestaltet?"

LC: " Einer unserer Sportlehrer, Herr Mirsberger, hat den Kurs angeboten und wurde unterstützt durch Herrn König von den Greuthern. Wir waren vor allem am Platz und haben gelernt wie Kinder denken und dass man sich zum Beispiel als Trainer immer positiv ausdrücken soll! Es ist schwerer als man denkt, dass man plötzlich Verantwortung übernehmen muss und sich Respekt verschafft."

IA: "Insgesamt mussten wir 5 Tage mitmachen! Es gab Theoriestunden und einige Praxisstunden am Platz. Am Ende gab es eine Lehrprobe - wir mussten eine Trainingseinheit für die Fußballklasse unserer Schule gestalten und das, was wir gelernt haben, anwenden!"

„Theorie, Praxis, Lehrprobe - hört sich nach Schul-Stress an!"

LC: " Nein, gar nicht.  Es war gar nicht so viel, außerdem Fußball macht immer Spaß. Jeder der mitgemacht hat, hatte irgendwie Bock auf Fußball.“

Und die Prüfung, wie war die?

IA: "Es war eigentlich keine Prüfung, sondern eher ein Abschlussgespräch. Da wurde nochmal alles nachbesprochen, auch die Lehrprobe!" Es ist gar nicht so leicht, auf einmal vor der Gruppe zu stehen - Training, Anweisungen geben und Verbessern und alles auf einmal!"

Es scheint Euch Spaß gemacht zu haben. Jetzt seid Ihr „Junior-Coach“ – was wollt Ihr mit dem "Titel" jetzt machen?

LC: „Im Fußball möchte ich erstmal versuchen, mich selber immer weiter zu verbessern, immer höherklassiger zu spielen und den Spaß dabei nicht zu verlieren. Als Trainer habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber ich weiß jetzt natürlich, was der Trainer alles tun muss, um Spieler zu verbessern. “

IA: „Vor dem Kurs dachte ich, dass es keinen Spaß macht mit kleinen Kindern Fußballtraining zu machen. Jetzt könnte ich es mir sofort vorstellen. In der Schule läuft es gerade gut. Wenn es sich zeitlich nicht überschneidet hätte ich schon Bock drauf, auch jetzt schon als Coach auf dem Fußballplatz zu stehen.“

Jungs, vielen Dank für Eure Zeit und das Interview. Wir wünschen Euch beiden, sowohl sportlich als auch privat, nur das Beste. Und vielleicht sehen wir Euch in Zukunft nicht nur als Quelle-Spieler & Junior-Coach, sondern früher oder später auch als Quelle-Coach!