Die extrem hohe Belastung unserer Sportanlage und die damit verbundene notwendige intensive Sportplatz-Pflege ist seit geraumer Zeit ein Thema im Hauptverein und in der Abteilung Fußball. Der Ausfall des Kunstrasenplatzes als Ausweichstätte für den Trainings- und Spielbetrieb verschärft die prekäre Situation auf den Rasenplätzen zusehens. Die SG QUELLE hat sich deshalb schon vor geraumer Zeit um die Unterstützung durch einen Fachmann bemüht. Seit mittlerweile zwei Jahren wird der Verein von Fiede Bausewein (Agrarmanagement) beraten, der nach einem überzeugenden Pilotprojekt mit uns den Weg einer ökologisch nachhaltigen Sportplatzpflege eingeschlagen hat.

Ganz einfach ist der Weg nicht. Der Rasen hat sich in den letzten Jahrzehnten an die "permanente" Versorgung mit Kunststoffdüngern gewöhnt - und soll jetzt "motiviert" werden, sich über eine wiederbelebte Bodenfruchtbarkeit umfangreich selbst zu versorgen. Eine zentrale Rolle spielen dabei biologische Dünger und natürliche Mikroorganismen. Dieser Umstellungsprozess kann nach ersten Schätzungen aber 2-3 Jahre in Anspruch nehmen - eine Gratwanderung gerade auch angesichts der hohen Beanspruchung der Dambacher Sportplätze; aber eben auch unausweichlich angesichts der weiterhin erwarteten Hitzeperioden und der stetigen Minderung unseres zur Verfügung stehenden Wassers. Mit diesem Ansatz und den angestrebten Zielen, aber auch mit den damit verbundenen Schwierigkeiten und Rückschlägen, konnten wir nun auch das Interesse der Stadt Fürth wecken. Am vergangenen Dienstag durften wir uns über den Besuch der Fürther Bürgermeister Markus Braun und Dietmar Helm vor Ort freuen, die sich aus erster Hand über die Entwicklung dieses "Leuchtturm-Projekts" erkundigten.

Rasen3 juli20

Vereinsvorsitzender Stefan Conrad begrüßte die Gäste und spannte den Bogen von den Bestrebungen des Gesamtvereins um ein nachhaltiges Handeln zum Projekt und den Bemühungen der Abteilung, ehe Fiede Bausewein über seine Idee, Projektierung und Arbeit berichtete. Dabei war er ganz in seinem Element und zeigte fundiert und überzeugend den Weg des Vereins in punkto nachhaltig-ökologische Platzpflege auf. Nach einer Stunde Ortstermin durften wir resümieren, dass der Verein mit dem Projekt der Fußballabteilung auf große Resonanz und Zustimmung getroffen ist - ein Motivationsschub, um den eingeschlagenen, aber noch langen und steinigen Weg fortzusetzen.