Ein Quelle-Urtier hat Betriebsjubiläum

Christopher Menz (28) ist unser mit Abstand langjährigster aktiver Spieler bei der SG Quelle. Bereits im Alter von 3 Jahren fing er in Dambach das Fußballspielen an, durchlief ohne Unterbrechung alle Jugendmannschaften der SG Quelle und blieb auch im Herrenbereich unseren Farben treu. Die mittlerweile 25 Jahre lange Karriere hat ihre Spuren hinterlassen. Aktuell leidet er an einem Knorpelschaden im rechten Sprunggelenk. Wir nutzten die Zeit, um mit „Menzi“ gemeinsam auf seine QUELLE-Zeit zurückzublicken.

Immer wieder hat Menzi mit Verletzungen zu kämpfen.

Servus Menzi, schön dass Du Dir die Zeit für uns nimmst.
Die wichtigste Frage vorab: Wie geht es Dir?

Mir geht es soweit ganz gut, alles im Lot und bald werde ich hoffentlich endlich am Sprunggelenk operiert und dann geht es wieder aufwärts.

Wie siehst Du die momentane Lage?

Die momentane Lage ist sehr schwierig und angespannt, nicht nur im Fußball. Ich wünsche mir, dass es so bald wie möglich wieder "normal" weitergehen kann und alle wieder das Spiel spielen können, das sie so lieben.

Du bist ja aktuell mit Abstand der am längsten bei der SG Quelle aktive Spieler. Du hast bereits in der F-Jugend bei uns das Kicken angefangen. Welcher Trainer hat Dich in Deiner Juniorenzeit am meisten geprägt?

Ein Trainer, der mich besonders geprägt hat, war mein Dad. Er trainierte mich in der Jugend, gemeinsam mit dem Vater meines besten Freundes, mit dem ich auch Jahrelang bei der SG Quelle zusammengespielt habe. Ich glaube, jeder, der einmal von seinem Vater trainiert wurde, weiß, wenn der eigene Dad dein Trainer ist, wird immer ein bisschen mehr von dir erwartet und du musst ein bisschen härter arbeiten als die Anderen, gerade im Jugendbereich.

 

Menz 001
Bereits seit 1995 ist er im Verein. Aktiv mit Spielerpass seit 1999. 

Die SG Quelle steht für ihre hervorragende Jugendarbeit. Du hast damals den Sprung aus dem Jugendbereich in den Herrenbereich geschafft. Wie hast du damals den Übergang wahrgenommen?

Der Übergang war damals, vor allem aus menschlicher Sicht, im Nachhinein sehr leicht. Wir wurden als Jugendspieler super integriert. Allgemein werden die Jugendspieler bei der Quelle in der ersten Mannschaft top aufgenommen und es wird den Jungs nicht schwer gemacht, Fuß zu fassen – wenn sie die richtige Einstellung auf und neben dem Platz zeigen. Jedoch wird oft der körperliche Aspekt unterschätzt. Hier herrscht ein großer Unterschied zwischen dem Jugend- und Herrenfußball. Das hab auch ich damals im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erfahren.

Über die Jahre hast auch Du viele verschiedene Gesichter auf unserem Gelände kennenlernen dürfen. Gibt es dennoch auch in der heutigen Fußballwelt noch langjährige Gefährten, die Dich begleitet haben bzw. noch heute begleiten?

Es gibt einige Spieler, die mit mir viele Jahre zusammengespielt haben. Aber vor allem vier Spieler sind sportlich wie privat sehr eng mit mir verbunden. Mit Sandro Ried, André Martek, Christopher Meier und Robin Hutter durfte ich bzw. darf ich seit Jahren gemeinsam kicken. Daraus sind enge Freundschaften entstanden, für die ich sehr dankbar bin.

Welches Erlebnis mit der SG Quelle war für Dich ein ganz besonderes?

Es gibt so viele besondere Erlebnisse für mich persönlich in meiner langen Zeit bei der SG Quelle. Es ist schwer ein Erlebnis speziell hervorzuheben. Egal ob im Training oder Trainingslager, ganz allgemein im Sport gibt es eine Menge Augenblicke, die mir für immer in Erinnerung bleiben.

Welches war Dein verrücktestes Spiel mit der SG Quelle, an das Du Dich erinnern kannst?

Mein verrücktestes Spiel... puh... wir haben viele Schlachten geschlagen. Vielleicht sind es jetzt nicht die „verrücktesten" Spiele, aber egal ob in der Jugend oder im Herrenbereich war es für mich immer besonders und auch auf eine Art verrückt gegen die Mannschaften der Profivereine SpVgg Greuther Fürth, 1.FC Nürnberg, FC Bayern München usw. zu spielen. Davon träumt jeder Amateurspieler.

 …und Dein schönstes Tor?

So viele Tore habe ich leider nicht geschossen. Gerade deshalb wird mir Eines für immer in Erinnerung bleiben. Mein direktes Eckballtor im Derby gegen FSV Stadeln in der Saison 2015/16 – welches natürlich so von mir gewollt war (lacht). Das war mein persönliches Highlight.

Wen würdest Du als Deinen größten Fan in Deiner Laufbahn bezeichnen?

Meine größten Fans in meiner Karriere sind mit Sicherheit meine Oma und meine Mama. Bei jedem Spiel, egal ob Testspiel, Turnier oder Punktspiel waren die Beiden immer dabei und haben mein Team und mich lautstark mit Rasseln und Fahnen unterstützt.

Vielen Dank für Deinen Rückblick und Austausch über Deine bisherige Zeit bei der SG Quelle. Wir hoffen alle, dass Du möglichst schnell wieder fit wirst und wieder gesund auf dem Platz stehen kannst.

Menz
Bild: Christopher Menz in der Saison 2018/19